Neue Erkenntnisse in der Corona-Forschung und vitaminreiches Gazpacho-Rezept

Gepostet in Basiswissen


Gazpacho – Kalte Suppe

Tomate, Paprika (Peperoni), Salatgurke, Zwiebel oder Frühlingszwiebel oder Schalotte, Knoblauch und frische Kräuter sind die sommerlichen Hauptzutaten für eine typische Gazpacho. Die spanische Suppe ist sehr leicht, erfrischend – und da die Zutaten nicht gekocht werden – sehr vitaminreich. Das können wir besonders in “Corona”-Zeiten gut gebrauchen. Und auch die Zubereitung ist einfach: alle Zutaten werden unter Zugabe von etwas Wasser püriert oder im Mixer fein zerkleinert. Anschliessend wird die Suppe gewürzt und mindestens 1 Stunde kalt gestellt. Optional kann man vor dem Servieren wenig Olivenöl in jeden Suppenteller träufeln.

Gazpachos sind ideal zum Mitnehmen. Man kann eine grössere Portion zubereiten und in verschliessbare Trink- oder Smoothieflaschen abfüllen und diese in den Kühlschrank stellen. Sie halten sich gut 1-2 Tage.

Rote Gazpacho

1-2 rote Paprika (Peperoni)

3 grosse (oder 6 kleine) würzige Tomaten (z.B. gezackte Tomaten)

1 Salatgurke

3 grosse (oder 6 kleine) Frühlingszwiebeln mit etwas Grün dran

1 Knoblauchzehe

5 – 6 Basilikumblätter

optional: ein paar zarte Brennnesselblätter (jeweils die oberen 4-6 Blätter der Pflanze mit Handschuhen pflücken)

Salz und Pfeffer aus Mühle

  1. Paprika entkernen, Stielansatz und weisse Rippen entfernen. Tomaten halbieren, Stielansatz entfernen. Paprika und Tomaten mit ungeschälter Gurke und Frühlingszwiebeln grob schneiden. Knoblauch schälen und im Mörser zerdrücken.
  2. Basilikum und Brennnesselblätter zugeben. 2 dl kaltes Wasser beifügen. Alles gut pürieren. Zugedeckt kühl stellen.
  3. Mit Salz und Pfeffer abschmecken

Tipp Optional mit getrockneten Dulse- oder Kelp-Algen oder Sprossen garnieren oder diese gleich mitmixen.

 

Neue Erkenntnisse in der Corona-Forschung

Es gibt eine neue und äusserst interessante Studie zum Coronavirus, die ein interdisziplinäres Team des Universitätsspital Zürich am 20.4.2020 im «Lancet» (eine der ältesten und renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften der Welt) veröffentlicht hat.

Bis jetzt wurde COVID-19 als Lungenkrankheit bezeichnet, da Coronaviren v.a. Atemwege angreifen. Ärztinnen und Ärzte stellten aber bald fest, dass Patienten auch Herzkreislaufprobleme oder lebensgefährliche Versagen anderer Organe erlitten, die z.T. zum Tod führten.

Bei Untersuchungen der Gewebeproben von verstorbenen COVID-19-Patienten fiel Pathologinnen und Pathologen nach einer Autopsie auf, dass diese nicht nur an einer Entzündung der Lunge litten, sondern die Entzündung das gesamte Endothel verschiedenster Organe betraf. Das Endothel ist eine dünne Zellschicht, die das Innere der Blutgefässe auskleidet und als eine Art Schutzschild fungiert. Es dient als Barriere zum Gewebe, produziert aber z.B. auch Stickstoffmonoxid, welches der Regulation im Herz-Kreislauf-System dient. Ist dieser Regelungsprozess gestört, kann dies z.B. Durchblutungsstörungen in den Organen und in Körpergewebe auslösen, die zum Zelltod und damit zum Absterben dieser Organe oder Gewebe führen.

Es sieht gemäss dieser Studie so aus, als dass sich das Virus nicht wie vermutet über die Lungen ausbreitet, sondern das Endothel angreift und es zu einer generalisierten Entzündung kommt, die neben einer Lungenentzündung alle Gefässbetten wie Herz, Hirn, Lunge, Nieren und Darm erfassen kann. Es entstehen Zirkulationsstörungen, die das Herz schädigen, Lungenembolien und Gefässverschlüsse im Hirn und im Darmtrakt auslösen und zum Multiorganversagen bis zum Tod führen können.

Während das Endothel jüngerer und gesunder Menschen mit dem Angriff der Viren oft gut zurecht kommt, haben Patienten mit Bluthochdruck, Diabetes, Herzinsuffizienz oder koronarer Herzkrankheiten oft bereits eine eingeschränkte endotheliale Funktion, weshalb diese Schutzbarriere v.a. während der Phase, in der sich das Virus am stärksten vermehrt, noch weiter abnimmt. Mit fatalen Folgen.

Lesen Sie auch den interessanten Artikel dazu “Wie Covid-19 tötet – Entzündet das Coronavirus den ganzen Körper? Autopsien zeigen: Covid-19 ist mehr als eine Lungenkrankheit. Sie befällt über Blut und Blutgefässe auch andere Organe.”

Hochdosiertes Vitamin C zur Prävention und Behandlung von Covid-19?

Das sind natürlich sehr interessante Erkenntnisse und wir dürfen gespannt sein, was für neue Therapieansätze daraus entstehen werden. Wir werden sicher viel darüber hören und lesen in der nächsten Zeit.

In der Zwischenzeit experimentiert man zusätzlich auch mit verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln wie z.B. Zink, B-Vitaminen, Vitamin D und C. In der chinesischen Stadt Wuhan läuft derzeit eine klinische Studie zum Einsatz von intravenösem hoch dosiertem Vitamin C, welches man zusätzlich zu den Medikamenten (HIV, Malaria etc.) verabreicht. Diese Idee stammt vom einem chinesisch-amerikanischen Facharzt, der jahrelang sehr gute Erfahrung mit Vitamin C bei Pankreatitis, Sepsis, Wundheilung nach Operationen etc. gemacht hatte. In Shanghai hat man daraufhin die damit behandelten Patienten alle geheilt.

Nachdem Südkorea ebenfalls entsprechende Erfolge vermeldete, werden Corona-Patienten auch in Krankenhäusern und Kliniken des Staates New York, welcher besonders stark von der Pandemie betroffen ist, mit intravenösem Vitamin C behandelt.

Wofür ist Vitamin C eigentlich gut?

Es ist schon lange bekannt, dass ein Mangel an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen sowie sekundären Pflanzenstoffen eine Krankheit auslösen oder begünstigen kann. Das beste Beispiel ist Skorbut. Die “Seefahrerkrankheit” war eine teuflische Geissel. Sie wurde durch einen akuten Mangel an Vitamin C hervorgerufen. Der Mensch ist (wie auch gewisse Affenarten oder Meerschweinchen) im Gegensatz zu den meisten Tieren nicht in der Lage, Vitamin C – auch Ascorbinsäure genannt – selber zu synthetisieren. Deshalb ist unser Körper auf eine regelmässige Zufuhr angewiesen. Diese Substanz ist an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt, u.a. an der Bildung von Kollagenen. Diese Faserproteine sind sehr wichtig für das menschliche Bindegewebe. Fehlt der Nachschub an Vitamin C, kommt es nach ein paar Monaten unweigerlich zu Blutungen, weil die Blutgefässe «aufbrechen». Seitdem weiss man, dass Ascorbinsäure unentbehrlich ist für gesunde elastische Gefässe.

Eine in 2013 publizierte Studie diskutiert den Zusammenhang von Vitamin C und dem Endothel unter dem Titel «Role of Vitamin C in the Function of the Vascular Endothelium». Sie kommt dabei zum Schluss, dass Vitamin C schon lange dafür bekannt ist, dass es Endothelzellen unterstützt und so an verschiedenen wichtigen Funktionen in Gefässbetten (wie Herz, Hirn, Lunge, Nieren und Darm ) beteiligt ist. Das könnte also erklären, wieso hoch dosiertes Vitamin C einigen Patienten geholfen hat, und es Sinn machen würde, als vorbeugende Massnahme stets auf eine gute Vitamin-C-Versorgung zu achten.

Wie komme ich zu genügend Vitamin C?

Dieses Vitamin können wir nicht in grossen Mengen speichern. Daher ist es unerlässlich, dass wir regelmässig viel Früchte, Salate und Gemüse verzehren. Reichlich Vitamin C finden Sie in Brennnessel, Petersilie, Bärlauch, rote Paprika, Rosenkohl, Grünkohl, Brokkoli, Fenchel, Kresse/Brunnenkresse, Kohlrabi, Spinat, Acerola, Hagebutte, Sanddorn, schwarze Johannisbeeren, Kiwi, Papaya, Erdbeeren und Zitrusfrüchte.

Vitamin C ist ein wasserlösliches Vitamin, welches leicht ins Kochwasser übergeht. Auch ist es Licht- und Hitze-empfindlich. Entsprechend sollten wir Lebensmittel, die dieses Antioxidans enthalten, zeitnah verarbeiten, weder zu heiss braten noch mit zu viel Wasser kochen. Am besten geniessen Sie Vitamin-C-reiche Lebensmittel roh wie in unserem leckeren Gazpacho-Rezept.

 

 

 

 

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