An avocado a day keeps the doctor away

Gepostet in Basiswissen


Sie sieht aus wie eine Birne, ist aber botanisch eine Beere. Die exotische Frucht ist nicht nur lecker und nahrhaft, sondern auch arm an Fruktose und voller Nährwert und Schutzstoffen. Deshalb sollten wir öfters zugreifen. Nur Menschen die eine Histamin-Intoleranz haben oder Allergie auf Latex oder Birkenpollen (Kreuzreaktion) sollten die Butterfrucht besser meiden.

Geschichte des Avocado-Baumes

Der Avocado-Baum hat seinen Ursprung in Südmexiko. Die indigenen Völker im tropischen und subtropischen Zentralamerika nutzten die Avocado schon vor etwa 10.000 Jahren als wohlschmeckende Frucht und wussten auch über deren Heilkraft Bescheid. So wurde beispielsweise das Fruchtmus der Avocado in der Maya-Medizin traditionell zur Wundheilung eingesetzt.

Nach Europa gelangte die Avocado erst Anfang des 20. Jahrhunderts, als man begann, den Exoten im Mittelmeerraum zu kultivieren. Doch es dauerte lange, bis die sogenannte Butterbirne hier wirklich die ihr gebührende Anerkennung fand.

Im deutschsprachigen Raum war die Avocado noch vor wenigen Jahren eine Seltenheit und in erster Linie aus dem Kosmetikbereich bekannt. Zudem galt die Frucht für lange Zeit als Dickmacher, weswegen sie insbesondere im Zusammenhang mit Diäten konsequent gemieden wurde.

Avocado: heilsame Frucht

Doch mittlerweile deuten immer mehr wissenschaftliche Studien darauf hin, dass gerade übergewichtige Menschen von der Avocado – einer der nährstoffreichsten Früchte der Welt – profitieren können.

So konnten Studien zeigen, dass der Verzehr von einer halben Avocado zu Mahlzeiten das Sättigungsgefühl signifikant verlängert und auch hilft, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Die Kombination von erhöhter Sättigung und Blutzuckerregulation unterstützt beim Abnehmen.

Die Avocado ist – gemeinsam mit der Olive – die fettreichste Frucht. Die einfach ungesättigten Fettsäuren der „Butter vom Baum“ wirken sich günstig auf die Gesundheit aus. Avocados sind eine exzellente Quelle für gute Fette, welche zentral sind für die Hirn- und Nervengesundheit, stellen dem Körper Energie zur Verfügung und enthalten gleichzeitig wenig Fruktose.

Die Frucht enthält etwa 20 essentielle Nährstoffe (Vitamin B, E, Folsäure, Magnesium, Potassium etc.) und Studien haben gezeigt, dass eine Ernährung, welche Avocados einbezieht, das „schlechte“ Cholesterin besser senkt, als wenn keine Avocados integriert werden. Zudem ist bekannt, dass Magnesium und Potassium für die Herzgesundheit zentral sind. Ein grosser Vorteil, der durch das Hinzufügen von frischen Avocados zu Ihren Speisen erreicht wird, besteht auch darin, dass dadurch viele Nährstoffe – insbesondere die fettlöslichen – aus anderen Zutaten leichter aufgenommen werden können (Vitamin D, A, E, K).

Avocado in der Küche

Die Super-Frucht lässt sich leicht in den Speiseplan einbauen. Sie kann pur genossen oder mit anderen Lebensmitteln kombiniert werden, z.B. als Vorspeise oder Beilage, in kalten oder heissen Suppen, Salaten, Salatsaucen, zum Frühstück, als Rohkostdip oder sogar Desserts. Auch zum Anbraten ist Avocadoöl wie Kokosöl und Ghee gut geeignet. So lässt sie sich problemlos jeden Tag verspeisen, ohne dass es langweilig wird.

Die meisten Nährstoffe sitzen unter der Schale, also der dunkle äussere Bereich. Am besten schneiden Sie die Avocado der Länge nach um den Kern herum auf. Dann drehen Sie die beiden Hälften in entgegengesetzte Richtungen, um sie von einander zu lösen. Entfernen Sie den Kern. Nun können Sie das Fruchtfleisch stückweise oder mit einem Messer „im Karomuster“ einschneiden und mit einem Löffel herausheben. Eine andere Variante ist das Schälen von Hand, wo Sie Stück für Stück der Schale abnehmen. Das grüne Fruchtfleisch verfärbt sich rasch dunkel. Darum: gleich essen oder mit etwas Zitronensaft beträufeln, so vermeiden Sie diese Oxidation.

Schnell und lecker:

  • Avocado-Tomaten-Salat (mit gerösteten Kürbiskernen oder Zwiebelringen)
  • Avocado-Salat mit Sesam (Avocadoschnitze mit etwas Essig beträufeln, salzen und mit Sesam bestreuen, vorsichtig vermengen)
  • Schnelle Vorspeise/Beilage: Pro Person 1 Avocado schälen und halbieren, den Stein herauslösen und mit der Schnittfläche nach oben anrichten. Etwas Essig in Vertiefungen giessen und mit wenig Salz würzen.
  • Rührei mit angebratenen Schinkenwürfeln und zerdrücktem Avocadofleisch (auch für das Frühstück geeignet)

Avocadomousse zu Rohkost:

  • 2 Avocados pürieren, mit Salz und Saft einer ½ Zitrone würzen, 1 klein geschnittene Zwiebel untermischen
  • Guacamole: 2 Avocados pürieren, mit Salz, Pfeffer und Saft einer ½ Zitrone würzen, 1 klein geschnittene Zwiebel und 2 fein gehackte Knoblauchzehen untermischen
  • Pikante Mousse: 2 Avocados pürieren, mit Saft einer Zitrone würzen. 1 kleine Zwiebel und wenig Chilischote fein hacken, etwas geschnittenen Schnittlauch, Salz und Pfeffer zugeben und alles vermengen.

Auch in Salatdressings macht sich die Avocado gut: Einfach einen Esslöffel Avocadofleisch mit einer Gabel zerdrücken und in die Sauce geben (passt sehr gut zu Karotten, Kohlgemüse oder Kohlrabi). Alternativ können Sie auch eine klein geschnittene Avocado in einen grünen Salat geben und mit der Salatsauce gut vermengen.

Weitere leckere Gerichte mit Avocados finden Sie in unserem Kochbuch “KOCHEN NACH PALEO“.

Avocado in der Schönheitspflege

Frauen benutzen sie erfolgreich als Basis für selbstgemachte Hautcrèmes und Masken:

1 Avocado mit 1 Esslöffel Zitronensaft pürieren und auftragen. 20 Minuten einwirken lassen, abwaschen. Reste mit etwas Salz und evtl. einer gehackten, roten Zwiebel, vermengen und verspeisen.

Lagerung

Avocados reifen nicht am Baum, da sie rasch verderben. Finden Sie Avocados, die bereits weich sind, dann handelt es sich meistens um solche, die schon länger im Laden liegen und innen schwarze, also ungeniessbare Stellen aufweisen. Wählen Sie daher am besten etwas härtere und unreife Früchte, die Sie dann bei sich zu Hause an einem zimmerwarmen Ort reifen lassen können. Zum schnelleren Reifen kann man unreife Avocados zusammen mit Äpfeln lagern. Avocados können verzehrt werden, wenn die Früchte auf leichten Fingerdruck nachgeben.

Sobald sie reif sind, können sie bis zu 3 Tage im Kühlschrank gelagert werden (aber nicht vorher, denn sie reift sonst nicht mehr nach). Eine halbierte Frucht mit dem Kern lagern, da dieser Antioxidantien enthält und somit verhindert, dass sich das Fruchtfleisch dunkel verfärbt (oxidiert).

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