Stresshormone: Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol

Gepostet in Basiswissen


Stress soll unseren Körper auf Kampf oder Flucht vorbereiten. Diese Alarmbereitschaft, welche wichtige Körperfunktionen aktiviert, war in archaischen Zeiten, wo die Menschen noch Jäger und Sammler waren und ums nackte Überleben kämpfen mussten, der Zweck. Leider löst heutzutage auch der “normale” Alltagsstress die gleichen körperlichen Reaktionen aus wie damals, was zu einem chronisch hohen Stresshormonspiegel führt. Wenn dieses Schutzsystem ständig aktiviert ist, drohen ernsthafte gesundheitliche Schäden.

Adrenalin und Noradrenalin

Unser Nervensystem nimmt gemäss Dr. Bruce Lipton (US-amerikanischer Entwicklungsbiologe und Stammzellforscher) 2 Mio. Informationen/Sekunde auf und meldet diese unserem Unterbewusstsein weiter. Dieses bewertet dann die aktuelle Situation, gleicht sie mit früheren Erfahrungen ab und stuft instantan ein, ob eine Situation gefährlich ist oder nicht. Entscheidet es sich für Gefahr, wird dies dem Mandelkern (Amygdala) signalisiert, welches die führende Rolle übernimmt. Seine Aktivierung löst Emotionen wie Angst oder Wut aus und es sorgt dafür, dass gewissen Nervenbotenstoffe ausgeschüttet werden.

Das Hormon Adrenalin z.B. erhöht die Energieversorgung der in dieser Notsituation wichtigen Organe, damit diese leistungsfähiger und kraftvoller arbeiten können: Herz und gewisse Hirnareale werden stärker durchblutet, der Blutdruck steigt. Die Bronchien erweitern sich, damit die Lunge mehr Sauerstoff bekommt. Zuckerreserven werden aus der Leber abgezapft um das Gehirn und die Muskeln mit ausreichend Energie zu versorgen. Das erzeugt Wärme in Form von Schweiss an Händen, Stirn und Achseln. Die Muskeln von Rücken, Nacken und Schultern spannen sich an, damit die motorischen Reflexe schneller und besser werden. Andere energieverbrauchende Organtätigkeiten, wie die des Verdauungstraktes, der Haut und Extremitäten (z.B. kalte Hände) werden während dieser Zeit zurückgehalten.

Das ebenfalls aus der Nebenniere direkt ausgeschüttete Noradrenalin sorgt für den inneren Antrieb und einen klaren Kopf. Es unterstützt die Entstehung von Angst bei Stress und sorgt durch die Verknüpfung von Situation mit Emotionen für eine erhöhte Aufmerksamkeit und Denkfähigkeit.

Cortisol

Die Adrenalin-Noradrenalin-Reaktion hat insgesamt eine kurzzeitige Wirkung. Bei anhaltendem Stress steigt die Cortisolproduktion an. Cortisol ist ein Stresshormon, das katabole (also abbauende) Stoffwechselvorgänge aktiviert und so dem Körper längerfristig genügend Glukose – also Zucker – bereit zu stellen, denn Stress braucht viel Energie. Diese Energie wird als Speicher im Inneren des Bauches angesammelt und war in früheren Zeiten sehr nützlich, da die Steinzeitjäger oft tagelang ohne Nahrung auf der Jagd waren. Es sorgt so für eine sinnvolle Anpassung an aktuelle Umweltbedingungen bzw. ist eine Art Bewältigungsstrategie.

Stressfaktoren und Interpretation

Als Stressfaktoren werden alle inneren und äusseren Reize bezeichnet, die im Körper Ungleichgewichte verursachen und dadurch das betroffene Individuum zu einer Anpassungsreaktion veranlassen. Dabei interpretiert der Organismus die auf ihn einwirkenden Reize und ihre Auswirkungen für die jeweilige Situation und bewertet sie.

Während der “gute” Stress, auch Eustress genannt, vitalisierend, leistungssteigernd und motivierend wirkt und die Personen durch die Glücksmomente zufriedener und fokussierter sind, werden die negativen Reize als unangenehm empfunden: Bedrohung, Überforderung, Existenzängste.

Damit wir überhaupt wissen, wo man ansetzen muss, müssen wir zuerst einmal die Definition “negativer” oder “schlechter” Stress – auch Distress – genauer umschreiben. Wir empfinden Stress als belastend, wenn es eine negative Differenz gibt zwischen dem was wir wollen/erwarten/brauchen und dem was wir effektiv bekommen. Es geht also in erster Linie um einen “Mangel”. Dies führt zu Anspannung durch die Aktivierung des Sympathikus-Nervs, welcher die Leistungs- und Handlungsbereitschaft des Körpers nach dem archaischen Muster “Kämpfen oder Fliehen” erhöht.

Dabei geht es um psychische Faktoren (Mangel an Zeit, Geld, Freiheit, Aufmerksamkeit, Anerkennung, Liebe, Geborgenheit, Lebensinhalt/-sinn, Erholung, Körpergefühl etc. sowie unterdrückte Emotionen wie Traumas, Zorn, Groll, Angst) wie auch physische/biochemische Prozesse (Nahrungsmittelintoleranzen oder -allergien, unsauberes Wasser, Schlaf- und Bewegungsmangel, wenig frische Luft, Vitamin D- und allg. Nährstoffmangel, Toxine aller Art und Elektrosmog).

Chronischer Stress macht krank, dick, dumm und kann grosse Schmerzen verursachen

• Wie Stress unser Gehirn verändert Höhere bewusste Denkprozesse, welche in unserem Vorderhirn – dem Bereich der Vernunft und Logik – stattfinden, werden nicht gebraucht bzw. sind sehr kontraproduktiv, wenn wir bei akuter (oder gefühlt akuter) Gefahr sofort die richtige Entscheidung treffen müssen. Dann sind wir nämlich auf die reflexhafte Aktivität des Unterbewusstseins angewiesen, welches ca. 500’000 Mal schneller reagiert bzw. nicht abwägt und zögert. Gemäss Dr. Bruce Lipton kann unser Bewusstsein nur 40 Informationen/Sekunde (anstatt 2 Mio.!)  bewerten. Deshalb wird in einem Notfall die Funktionsfähigkeit des Vorderhirns durch Verengung der Blutgefässe zu Gunsten des schneller reagierenden Hirnstamms mit lebenserhaltenden Reflexen, reduziert. Auch der Hippocampus wird vom Blutfluss abgeschnitten (enorm wichtig für die Überführung aus dem Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis) und so werden wir zunehmend vergesslich. Menschen, bei denen beide Hippocampi entfernt oder zerstört wurden (z.B. durch Demenzerkrankung), können keine neuen Erinnerungen formen. Langfristig unterdrücken also die Stresssignale das bewusste Denken um ein Überleben zu sichern, aber nur um den Preis einer geminderten bewussten Wahrnehmung und reduzierten Intelligenz.

• Magen-Darm und Immunsystem leiden Im Kampf-oder-Flucht-Modus fährt unser vegetatives Nervensystem alle Funktionen runter, die nicht lebenswichtig sind wie Verdauung und Magenaktivität. Starker Harn- und Stuhldrang bis hin zu Durchfall kann die Folge sein. Langfristig wird die körpereigene Regulation beeinflusst. Es können sich Magengeschwüre bilden. Zudem fehlen den Zellen vitale Stoffe für die Reparatur, den Aufbau und die Energieproduktion, wenn Lebensmittel nicht mehr in kleinste Teile aufgespalten werden können. Stresshormone quellen zudem die Darmschleimhaut auf (Ödem) was zu Entzündungen führen und längerfristig chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa begünstigt.

Auch unser Immunsystem, welches zu einem grossen Teil im Darm sitzt, wird kurzfristig durch die Adrenalin-Ausschüttung unterdrückt um Energie zu sparen. Langfristig wird es durch ein erhöhtes Cortisol gedämpft (ähnlich wie beim Medikament Kortison, welches die chemische Variante von Cortisol ist und dazu benutzt wird, um überschiessende Reaktionen des Immunsystems zu unterdrücken und Entzündungen zu hemmen). So werden wir anfälliger für Erkältungen, Grippe…

• Chronische Müdigkeit/Krankheiten Im Buch “Intelligente Zellen” (sehr empfehlenswert) beschreibt Dr. Bruce Lipton die zwei Kategorien, welche für unser Überleben wichtig sind: Wachstum und Schutz. Wir wissen alle, dass es wichtig ist, sich zu schützen. Aber vielleicht ist Einigen nicht bewusst, dass Wachstum genau so wichtig ist für das Überleben, selbst wenn wir erwachsen sind. Jeden Tag nutzen sich Milliarden Zellen im Körper ab und müssen ersetzt werden (Darmschleimhaut wird z.B. alle 3 Tage erneuert, Haut ca. alle 4 Wochen…). Als Dr. Lipton menschliche Edothelialzellen klonte, konnte er beobachten, wie sie sich – je nach Umfeld – verhielten. So zogen sie sich z.B. vor Giften zurück und verschlossen das System um den Organismus vor der erwarteten Gefahr abzuschotten. Auf Nährstoffe bewegten sie sich zu und liessen den offenen Austausch zwischen dem Organismus und der Umgebung zu, d.h. sie nahmen Nahrung und somit Energie auf und Abfallprodukte wurden ausgeschieden. Da beide Mechanismen nicht gleichzeitig ablaufen können, befinden wir uns entweder im Schutz- oder Wachstumsmodus. Wenn die Schutzreaktion zu lange andauert, wird die Bildung lebenswichtiger Energie gestört und eine Entsorgung der Abfallprodukte kann nicht stattfinden, was auf Kosten unserer Vitalität und Gesundheit geht.

• Vermehrtes inneres Bauchfett Die ständige Produktion von Cortisol lässt das gefährliche innere Bauchfett anwachsen, auch wenn Sie nicht mehr futtern als sonst. Dieses Bauchwachstum beobachtet man auch, wenn Cortisol in Form des Medikamentes Cortison aus medizinischen Gründen verabreicht wird. Das Viszeralfett ist ein aktives Organ und produziert – im Gegensatz zum Fett an anderen Körperstellen – Stoffe (Entzündungen), die dem Körper nur Nachteile bringen. Das gefährliche Gewebe lagert sich zuerst zwischen den inneren Organen ab, bevor die zusätzlichen Pfunde äusserlich sichtbar werden. Deshalb bringt es auch nichts, Bauchfett absaugen zu lassen.

• Begünstigt Übergewicht Cortisol steigert den Appetit, weil die Produktion des Glückshormons Serotonin – unser natürlicher Appetitzügler – unterdrückt wird. Kurzfristig mag die Stressschokolade den Abbau von Zucker in der Leber und damit die Ausschüttung weiterer Stresshormone verhindern. Der hohe Blutzucker sinkt aber schnell wieder, weil Insulin ausgeschüttet wird, um die überschüssige Energie als Fett einzulagern. Sie brauchen noch mehr Süsses. Ein Teufelskreis beginnt…

• Abwehrschwäche Cortisol wirkt stark entzündungshemmend (Stichwort: Cortison). Es sorgt dafür, dass sich Entzündungen nicht zu sehr ausbreiten und aus einer kleinen Entzündung keine grosse Katastrophe wird. Es reduziert z.B. die Menge weisser Blutkörperchen (Abwehrzellen des Immunsystems). Deshalb haben Menschen mit hohem Cortisolspiegel eine schwächere Immunabwehr.

• Osteoporose Chronischer Stress blockiert die Verdauung, was zu einer schlechten Nahrungsverwertung und langfristig zu einem Vitalstoffmangel führt. Der Organismus plündert in der Folge vermehrt lebenswichtige körpereigene Substanz in den Knochen, Zähnen und in der Muskulatur, um dem erhöhten stressbedingten Energiebedarf nachzukommen. Auch das Eiweiss wird abgebaut (siehe nächster Punkt), und somit fehlt ein ganz wichtiger Faktor für den Knochenaufbau.

• Eiweissabbauend Überdies wirkt Cortisol eiweissabbauend, denn es wandelt Eiweissbausteine im Gehirn in Zucker um und verbraucht sie. Das ist der Notstoffwechsel der Natur, damit das Gehirn immer mit ausreichend Energie versorgt wird. Dies sollte aber nur in Ausnahmesituationen und für kurze Zeit stattfinden, denn genau diese Eiweissbausteine fehlen dann, um aus ihnen die so wichtigen Stimmungs- und Antriebshormone herzustellen und den Stresspegel wieder auf ein angemessenes Mass abzusenken. Der Organismus lebt nun nicht mehr von den Zinsen, sondern vom Kapital. Ein Teufelskreis beginnt.

• Schlafstörungen/Burnout/Hormonungleichgewicht Fehlen die natürlichen Tagesschwankungen im Cortisolspiegel (sollte zwischen 6 und 8 Uhr morgens am höchsten sein um dann tagsüber kontinuierlich abzusinken, bis er zwischen Mitternacht und 4 Uhr morgens die niedrigsten Werte erreicht, damit wir gut schlafen können), kann sich der Körper nachts nicht mehr erholen. Man fühlt sich tagsüber müde und schlapp. Es fehlt an Energie und Dynamik, ausserdem hemmen Stresshormone die Produktion des Glückshormons Serotonin und Antriebshormons Dopamin und somit auch von Melatonin (dieses Hormon ist der Gegenspieler von Cortisol und sorgt für guten Schlaf). Auch andere Hormone wie Progesteron und Testosteron geraten aus der Balance, weil diese bei hohen Cortisol in Östrogen umgewandelt werden. Heutzutage weisen viele Menschen eine Östrogen-Dominanz auf mit vielfältigen unerwünschten Effekten. Am Anfang versucht die Nebenniere noch mehr Cortisol bei Stress auszuschütten bis sie ermüdet und das Cortisol dauerhaft auf einem tiefen Niveau verharrt. Das ist vielfach ein Zeichen, dass man ausgebrannt ist. Um am morgen aufstehen zu können, muss im letzteren Fall das Adrenalin einspringen, was dazu führt, dass man zu früh und zu schnell erwacht und nicht mehr einschlafen kann. Werden diese Symptome nicht an der Wurzel gepackt, endet man schlussendlich bei einem Burnout.

• Herzinfarkt Anhaltender chronischer psychischer Stress, sei dieser privat, beruflich oder – am schlimmsten – beides zusammen, setzt dem Herzen zu. Gemäss Studien, erlitten 43% der Menschen, die im Vorjahr meinten unter chronischem Stress gelitten zu haben, einen Herzinfarkt. Typischerweise erhöht sich bei negativ empfundenem Stress die Herzfrequenz und die Gefässe verengen sich. Es entsteht Bluthochdruck. Auch schüttet der Körper unverhältnismässig viel Laktat aus, der Stoffwechsel gerät ausser Kontrolle und kann einen Herzinfarkt auslösen. Die konventionelle Meinung, dass koronare Herzkrankheit die Ursache ist und Operationen die Lösung sind, kommt immer mehr ins Wanken. Neuste Studien weisen darauf hin, dass dies lediglich ein Symptom für ein systemisches Problem ist. Zentral soll der Zustand des vegetativen Systems bzw. eine zu tiefe Aktivität des Parasympathikus sein.

• Chronische Schmerzen Psychosomatische Störungen oder wie man es heute nennt – TMS, Mind-Body Syndrom – können v.a. chronische oder wiederholt auftretende Rücken-, Nacken-, Schulter- und Kopfschmerzen auslösen. Dabei sollen gemäss Dr. John Sarno (amerikanischer Professor für klinische Rehabilitationsmedizin) Stress, Ängste, heimlicher Groll und unterdrückte Emotionen wie Ärger und Wut die Durchblutung und somit Sauerstoffversorgung der Muskeln, Nerven und Sehnen stören und zu physischen Beschwerden führen.

Ganzheitliche Massnahmen gegen Stress

Wer für Stress anfällig ist, sollte darauf achten, solche Massnahmen zu ergreifen, die einerseits auf eine Reduzierung/Vermeidung von Dauerstress zielen und anderseits direkt die Nerven nähren und uns widerstandsfähiger machen, um wieder in ein gesundes Gleichgewicht zu gelangen.

Wir stellen Ihnen nachfolgend ein paar wirksame ganzheitliche Massnahmen vor:

• Stress managen Langfristig sollte man sein Leben so einrichten, dass lang anhaltender belastender Stress die Ausnahme wird. Analysieren Sie Ihre Strukturen, halten Sie sich immer wieder Ihr Ziel vor Augen und ändern Sie nach und nach die inneren und äusseren Faktoren, die Sie in der Hand haben, Ihnen Kraft und Energie rauben und sie zurückhalten. Langfristig sollte man sein Leben so einrichten, dass lang anhaltender belastender Stress die Ausnahme wird.

• Stressgefühl hinterfragen Fragen Sie sich immer wieder, ob Ihre Sorgen und Ängste auch wirklich wahr und berechtigt sind und ob sie Ihnen dienen (siehe: Byron Katie). Vielleicht sind es ja nur kritische und negative Gedanken von unserem inneren “Dauernörgeler”? Gemäss dem deutschen Philosophen Peter Sloterdjik beginnt das Gehirn zu luxurieren, sobald es nicht mehr nur mit dem Überleben im Realen befasst ist, sprich: zu imaginieren und zu experimentieren. Und seit es luxuriert, entfalten Ideen über Menschen eine ungeheure Macht – und folglich auch Täuschungen, Lügen und Illusionen.

Fragen Sie sich, was das mit Ihnen zu tun hat? Oftmals hält uns unser Umfeld – wie der deutsche Psychologe Robert Betz – meint, nur den Spiegel vor Augen? Auch Dr. Lipton propagiert in seinem Buch “Intelligente Zellen”, dass man doch selber einmal überprüfen sollte, ob die empfundenen Bedrohungen wirklich lebensgefährlich sind und welchen Einfluss die Schutzhaltung auf unser Leben hat. Es ist auch wichtig zu beachten, dass zur vollen Entfaltung mehr nötig ist, als die Stressfaktoren zu reduzieren. Um zu blühen und zu gedeihen müssen wir nicht nur die Stressfaktoren loswerden, sondern auch aktiv nach einem freudvollen, liebevollen, erfüllenden Leben streben und wie Prof. James R. Doty in seinem Buch “Der Neurochirurg der sein Herz vergessen hatte” sagt: unser Herz öffnen (gegenüber uns und allen Personen, die uns Gutes und Schlechtes getan haben, denn jeder hat in jedem Zeitpunkt seines Lebens das gegeben, was er/sie konnte).

• Stress zu seinem Freund machen Wenn das Herz schneller schlägt, die Atemfrequenz erhöht wird und wir allenfalls vor Stress beginnen zu schwitzen, interpretieren wir diese physischen Änderungen als Signal, dass wir mit Druck nicht gut umgehen können, Stress böse ist und wir diesen unbedingt bekämpfen sollten. Denn es verursacht Herzinfarkte, Schlafmangel u.v.m., kurz gesagt: Stress ist Gift! Könnte es aber auch sein, dass unsere psychische Widerstandskraft gegenüber den Herausforderungen des Lebens mit unserer unseren inneren Einstellung zusammenhängt? Und der Schlüssel zu einem entspannteren Umgang mit Stress darin liegen könnten, ihn nicht zu vermeiden, sondern ihn zu verstehen? Was wäre, wenn wir Stress als Zeichen unseres Körpers werten würden, welches uns für eine Herausforderung vorbereitet?

Genau diesen Fragen geht Dr. Kelly McGonigal, Gesundheitspsychologin an der Universität in Stanford, seit Jahren nach und ihre verblüffende Botschaft lautet: Stress kann uns dabei helfen, glücklicher, gesünder und stärker zu werden – wir müssen nur wollen. In Ihrem spannenden 14 Minuten langen TedTalk spricht sie darüber, wie unsere Einstellung physische Auswirkungen hat und zitiert eine interessante Harvard-Studie: Bevor Probanden einem stressreichen Test unterzogen wurden, wurden sie angehalten ihre Stressreaktion zu überdenken und als positiv und hilfreich zu bewerten: der Druck würde sie zu Höchstleistungen anspornen, der erhöhte Herzschlag für die Tat vorbereiten und die schnellere Atmung sei kein Problem, im Gegenteil es würde mehr Sauerstoff ins Gehirn bringen. Und tatsächlich waren sie weniger gestresst und ängstlich sowie zuversichtlicher und selbstsicherer. Aber spannender war ihre physischen Reaktion: ihre Blutgefässe verengten sich nicht, sondern blieben entspannt, wie wenn man Glück empfindet (Verliebtheit oder durch Sport), was ein viel gesünderer Zustand für das Herz ist.

• Achtsamkeitsübungen Meditation und Yoga wurden vor langer Zeit kreiert als Befreiung. In der modernen Zeit werden sie v.a. dazu genutzt um die physische und mentale Gesundheit zu steigern und unsere Reaktivität gegenüber den ständigen negativen Gedanken zu vermindern. Aber wie können einfache Atemübungen und ein paar Körperstellungen unser Leben verändern? 80% der Informationen gehen vom Körper zum Gehirn. D.h. je entspannter unser Nervensystem ist, desto relaxter ist das Denkorgan. Und genau dort können wir mit Hilfe der Achtsamkeits-Praktiken ansetzen, weil die Atmung ein zentrales Signal ist, ob eine Gefahr lauert oder nicht. Durch die tägliche, langsame Zwerchfellatmung harmonisieren wir Körper und Geist, reduzieren die schädlichen Stresshormone und lösen die negativen Verknüpfungen  und transformieren unseren Körper und unsere Gehirnaktivität dauerhaft.

Achten Sie auch tagsüber auf die Atmung: bei Anspannung atmen wir in den Brustkorb ein, halten den Atem manchmal sogar an oder atmen durch den Mund ein. Das erzeugt zusätzlichen Stress. Machen Sie es sich zur Gewohnheit durch die Nase ein- und auszuatmen, so dass sich der Bauch wölbt. Vielleicht können Sie das vor jede Mahlzeit einbauen (hilft auch der Verdauung, selbst wenn es nicht Paleo ist 😊).

Es gibt fast in jedem grösseren Ort verschiedene Yoga-Kurse, wo Sie unter Anleitung üben können. Für die restlichen Tage empfehlen wir Ihnen Atemübungen zu machen. Es braucht keine spezielle Kenntnisse und mit ca. 12 Minuten täglich! sind Sie schon dabei. Dr. Elisabeth Blackburn, Nobelpreisgewinnerin 2009, hat herausgefunden, dass Meditation unsere Zellen länger jung halten, da sie Stress abbauen. Und dafür reichen schon 12 Minuten pro Tag.

Und so geht’s: Am besten sitzend (oder Beine im Schneidersitz), der Oberkörper aufgerichtet und leicht nach vorne gerichtet, Kiefer und Schultern entspannt. Ohne Anstrengung durch die Nase in den Bauch einatmen (die Bauchdecke sollte sich nach vorne wölben). Dabei auf 5 bis 7 zählen. Wieder ganz normal durch die Nase ausatmen (die Bauchdecke sollte zurückgehen). Dabei wieder auf 5 bis 7 zählen. Wer eine App dazu braucht, kann folgende kostenlos runterladen: “Breathing App” (dort kann man die Minuten angeben und die Atemfrequenz).

Eine andere App ist “Insight Timer”. Dort finden Sie Meditationen ab 5 Minuten oder Musiktracks und Geschichten um besser einzuschlafen. Wenn Sie das Handy benutzen, würden wir es gleich nach dem Start auf Flugmodus stellen und abstellen, da es sonst die ganze Nacht über im Schlafzimmer strahlt, was für den Schlaf nicht förderlich ist.

• Zeit-Inseln einrichten Versuchen Sie bewusst ab und zu eine Pause einzulegen. Wenn Sie mit dem Zug zur Arbeit pendeln, können Sie den Weg nutzen um ein spannendes Buch zu lesen, aus dem Fenster zu schauen oder Musik zu hören. Zu Hause können Sie sich eine kurze Entspannung gönnen, indem Sie z.B. Ihren Mittags-Kaffee auf dem Balkon, Garten oder gemütlich auf dem Sofa trinken…

• Dankbarkeit, negative Gedanken hinterfragen und Journaling (Schreibtherapie) Forscher sollen herausgefunden haben, dass regelmässige Dankbarkeitsübungen chronischen Stress mindern soll. Abends könnten Sie es sich zum Ritual machen, an 3 schöne Ereignisse des vergangenen Tages zu denken wofür Sie dankbar sind (gute Gesundheit, gutes Gespräch mit einem Bekannten etc.). Andere finden es auch sehr sinnvoll, ihre negativen Gedanken zu hinterfragen, zu “entsorgen” oder umzukehren, so dass sie ihnen dienen. Dies hilft v.a. bei Selbstzweifel, die praktisch jeder von uns hat: ich bin nicht gut genug, ich kann das nicht, ich verdiene das nicht, ich habe keine Disziplin, wenn ich scheitere bin ich ein Versager… Sagen Sie einfach das Gegenteil wie: ich bin gut, ich kann das, ich verdiene das, ich habe Disziplin, wenn ich scheitere ist das normal und eine Chance, denn ich weiss nun wie es nicht geht… Und denken Sie immer daran: Wir sind eine Welt der Übenden und zwar ein Leben lang. Wo geübt wird, passieren Fehler.

Extrem effektiv soll gemäss Dr. Sarno das Aufschreiben (Journaling) sein, v.a. wenn es um chronische Schmerzen geht.

• Unterdrückte Emotionen ausmachen Dr. John Sarno entdeckte während seiner mehrere Jahrzehnte dauernden Arbeit mit Patienten, die an chronischen Schmerzen litten, dass es sich um gute und gewissenhafte Menschen handelte, die zu Perfektionismus neigten. Sie alle hatten schon gesundheitliche Vorgeschichten wie Asthma, Allergien, Darm- oder Magenprobleme und waren zwischen 30 und 60 Jahre alt, also in dem Alter, wo man am meisten unter Stress steht. Auch hatte er sehr wenig, temporäre oder keinen Erfolg mit den konventionellen Methoden wie Physiotherapie, Operationen etc. Zudem fand er heraus, dass praktisch alle Menschen ab einem sehr jungen Alter gemäss einem MRI Degenerationen in der Wirbelsäule aufwiesen, was er “normale Abnormalitäten” nannte. So fing er an, seine Patienten nach ihrem Leben (Kindheit, Alltag) und ihrer Persönlichkeit (wer bist du?) zu fragen. Dabei stellte er fest, dass es sich bei ca. 90% der Fälle im Wesentlichen um psychische Ursachen und deren Verdrängung handelte. In den meisten Fällen war das familiäre Umfeld das Problem. Er schloss daraus und es sollte sich immer wieder bestätigen, dass chronische oder wiederholt auftretende Schmerzen im ganzen Körper oft Folge eines Muskelverspannungs-Syndroms (TMS – Tension Myositis Syndrome) seien. Die Auslöser dieses Syndroms seien Stress, Ängste, heimlicher Groll und unterdrückte Emotionen wie Ärger und Wut. Der Schmerz entstehe, wenn sich das “Unbewusste” stellvertretend für verdrängte Emotionen Aufmerksamkeit auf der physischen Ebene verschaffe. Als er begann seine Therapie zu ändern, indem er seine Patienten aufklärte, beobachtete er erstaunliche und dauerhafte Heilungsprozesse, auch wenn sie den “tiefen” Grund im Unbewussten nie fanden. Bei den meisten reichte es, die Strategie des Gehirns und Nervensystems zu verstehen und die Tatsache zu akzeptieren, dass wir alle einen “Schatten” – oder wie Freud es nannte – ein Kind in uns haben, welches nicht rational denken und handeln möchte, einen permanenten Minderwertigkeitskomplex hat und sehr verletzlich ist. Wir haben verschiedene Youtube-Videos weiter unten aufgelistet, die richtige “eye-opener” für uns waren.

Ebenfalls auf der “körperlichen” Schiene ist der deutsch Arzt und Psychiater Rüdiger Dahlke. In seinem interessanten Vortrag erläutert er, wieso man Krankheiten als Sprache der Seele deuten sollte.

• Positive Aktivitäten aufbauen/Lebensinhalt Fragen Sie sich, welche Bedürfnisse zu kurz kommen, finden Sie die Ursachen und ändern Sie, was sich ändern lässt. Denn: positive Erlebnisse – und seien sie auch so klein – haben einen grossen Einfluss auf unser Gehirn (vielleicht ein kleines tägliches Ritual?). Dieses wertet nicht, sondern passt sich genau an das an, was wir häufig tun. Das beeinflusst auch unsere Denkrichtung (Placebo bzw. Nocebo-Effekt) oder wie einst der römische Kaiser Marc Aurel sagte: “Auf Dauer nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an”. Ebenfalls ist es sehr wichtig sich einen Lebensinhalt/Lebenssinn zu schaffen (dieser soll einer der zentralen Faktoren für die Langlebigkeit der Menschen in den “Blue Zones” sein). Dabei geht es in erster Linie um das Zusammenspiel von zwei Neurotransmittern Dopamin und Serotonin. Ein paar interessante Tipps von über 100-Jährigen unter diesem Link. Dr. Lustig sagt darüber: “So, what’s the difference between pleasure and happiness? Pleasure is visceral; happiness is ethereal. Pleasure is short-term; happiness is long-term. Pleasure is usually achieved alone; happiness is usually achieved in social groupings. Pleasure is taking; happiness is giving. Pleasure can be achieved with substances; happiness cannot be achieved with substances.

• Bewegung Wer sich regelmässig bewegt, baut Stresshormone ab, weil wir unserem Gehirn wieder die gleichen Signale geben, an die er sich während der ganzen Evolution gewöhnt hat. Zudem lässt Bewegung neue Neuronen nachwachsen, was ebenfalls dem Gehirn und Nervensystem zu Gute kommt. Der damit verbundene Muskelaufbau führt dazu, dass dieser überschüssigen Zucker aus dem System nimmt, indem die Muskeln es verbrennen. Das reduziert Entzündungen. Versuchen Sie, so viel wie möglich in den Alltag zu integrieren wie Treppe benutzen anstatt Aufzug, zu Fuss, mit Rad oder E-Bike Einkaufen gehen… 1x pro Tag sollte dabei der Puls etwas erhöht werden um den Kreislauf auf “Touren” zu bringen. 2 – 3 Male pro Woche sollte gezielt die Muskulatur trainiert werden (im Fitnesscenter, Pilates, Power Yoga…) um dem Muskelabbau entgegenzuwirken. Auf keinen Fall soll Sport zusätzlichen Stress generieren.

• Lassen Sie das Multitasking sein Multitasking ist neurologisch nicht möglich für unser Hirn, da die verschiedene Teile unseres Hirns verschiedene Charakteristiken aufweisen. Das führt zu Überforderung. Unter diesem Link können Sie den ganzen Artikel von Dr. Compernolle (renommierter Arzt und Neuropsychiater) nachlesen und das Interview mit Dr. Mercola anhören.

• Schlaf Gehen Sie möglichst vor Mitternacht zu Bett in ein kühles, dunkles Zimmer. Nur bei vollkommener Dunkelheit produziert der Körper Melatonin, welches den Tag-Nacht-Rhythmus reguliert. Der Cortisol-Spiegel sinkt normalerweise zwischen Mitternacht und vier Uhr morgens auf seinen Tiefpunkt. In dieser Zeit kann sich der Körper erholen und die Vitamine (z.B. Vitamin D) können ihre Wirkung sehr gut entfalten. Es ist schon länger bekannt, dass Menschen, die in Wechselschicht arbeiten viel höhere Konzentration des Stresshormons Cortisol aufweisen und als Folge davon einen höheren Blutdruck und mehr Bauchumfang haben als Mitarbeiter im normalen Tagesdienst. Genau so wichtig ist es, alle elektronischen Geräte (Computer, Handy, TV etc.) mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen auszuschalten, da die Hintergrundbeleuchtung (blaue Strahlen) wie Tageslicht auf unser Gehirn wirkt und so die Produktion von Melatonin reduziert. Und das nicht nur bei Kindern! Wenn Sie nachts aufwachen, so sollten Sie sich nicht darüber ärgern. Der Schlaf war bis zur Erfindung des künstlichen Lichts meistens in zwei Teile unterteilt. Allerdings sollten Sie auf keinen Fall das Licht anmachen, da die Produktion von Melatonin unterbrochen wird. Weitere hilfreiche Informationen finden Sie dazu unter diesem Link.

• Elektrosmog Falls Sie einer hohen Elektrosmogbelastung ausgesetzt sind oder sensitiv darauf reagieren, ist Ihr Körper/Ihr vegetatives Nervensystem einem enormem Stress ausgesetzt. Das sollte auf keinen Fall unterschätzt werden, v.a. wenn man deswegen nachts nicht gut schläft bzw. tagsüber müde und erschöpft ist. Lesen Sie in unserem Artikel: Wie gefährlich ist Elektrosmog wirklich? die Ausführungen bez. “Kein Elektrosmog im Schlafzimmer!” und probieren Sie die Tipps aus. Sie werden schnell merken, ob das einen Unterschied macht.

• Ungesunde Ernährung reduzieren Wie vorher bereits ausgeführt, senden Organe Informationen zum Gehirn. D.h. je gesünder unsere Organe sind und je weniger Entzündungen wir im Körper deswegen haben, desto entspannter ist das Gehirn. Ernähren Sie sich deshalb v.a. von naturbelassenen, frischen Lebensmitteln in hoher Qualität und trinken Sie genügend stilles Wasser.

Nerven-Nahrung Erhöhen Sie den Anteil an natürlichen, unverarbeiteten Lebensmitteln und guten Fetten (v.a. Omega-3). Nehmen Sie unbedingt genügend und regelmässig Eiweiss zu sich, denn die essentiellen, gehirnaktiven Aminosäuren wie Tryptophan sind unentbehrlich für die Produktion des Stimmungshormons Serotonin. Acht Aminosäuren müssen zwingend laufend von aussen zugeführt werden, weil der Körper diese nicht selber herstellen kann. Die besten Quellen sind tierischen Ursprungs wie Fisch und Fleisch*. Zwar enthalten auch Pflanzen Eiweisse oder deren Bausteine, doch kein vegetarisches Lebensmittel liefert diese wichtigen Substanzen in so hoher Qualität wie Fleisch. Denn Tiere sind näher mit uns verwandt als Pflanzen, die Zusammensetzung ihrer Eiweisse und Aminosäuren ähnelt der unseren stärker.

• Magnesium Magnesium ist ein ganz besonders wichtiger Mineralstoff für die Nerven- und Gehirngesundheit dank seiner stark entzündungshemmenden, krampflösenden und stressmindernden Wirkung. Zusammen mit Kalium (wie es z.B. in Avocados vorkommt) soll es zentral sein für die Herzgesundheit. Achten Sie bei Stress also auf eine optimale Versorgung mit Magnesium! Ein neues uns sehr potentes Konzept um das Blut zu verdünnen und somit das Risiko eines Herzinfarktes zu reduzieren ist “Grounding“. (Interview mit Dr. Stephen Sinatra ist sehr empfehlenswert, v.a. ab der 29. Minute super spannend!).

• Vitamin D Vitamin D3 ist streng genommen kein Vitamin, sondern ein Hormon, das zahlreiche Prozesse im Körper steuert. Entsprechend vielfältig sind die positiven Einflüsse auf verschiedene Krankheiten und neurologische Problematiken wie Depression (z.B. Winterblues).

• Andere Mikronährstoffe Hinter einem gestörten Hormonstoffwechsel steht häufig ein Mangel an B-Vitaminen, aber auch Zink und Eisen.

 

Dr. John Sarno: interviewed by Donna Hamilton Part 1/2, Part 2/2, Back Pain A Mental Problem? (Video), Dr. John Sarno’s Twelve Daily RemindersDr John E Sarno 20 20 Segment, John E. Sarno Back Pain Hearing (Feb 2012)The Divided Mind – The Epidemic of Mindbody Disorders (1 of 5), (2 of 5), (3 of 5), (4 of 5), (5 of 5), YouTube Dr. John Sarno – nachgestellte Lecture mit “Patienten”, Dr. Sarno Lecture: Healing Back Pain, Steve Ozanich and Joe Polish Back Pain Permanent Healing: Understanding the Myths, Lies, and Confusion About Pain

Gute Doku über das Placebo-Experiment: Sind Rückenschmerzen wirklich nur im Kopf? Das Placebo-Experiment legt nahe, dass es sein könnte: The Placebo Experiment: Can My Brain Cure My Body – Horizon S57E08 (2018) Documentary

Gute Bücher über chronische Schmerzen von :

Dr. John E. Sarno: “Befreit von Rückenschmerzen”, “The Mindbody Prescription: Healing the Body, Healing the Pain”, “Healing Back Pain: The Mind-Body Connection, “The Divided Mind: The Epidemic of Mindbody Disorders”

Steve Ozanich (welcher auf Dr. Sarno’s Arbeit aufbaut): “Back Pain Permanent Healing: Unterstanding the Myths, Lies & Confusion” (nicht nur gegen Rückenschmerzen!), “Dr. John Sarno’s Top 10 Healing Discoveries” (kleine Zusammenfassung)

 

* vergessen Sie rotes Fleisch nicht (als Faustregel gilt: 3 bis 4 Male pro Woche eine Portion so gross wie die Handfläche)! Es liefert uns das wertvolle Zink, viel Eisen, hochstehende Omega-3-Fettsäuren und unverzichtbare B-Vitamine. Heutzutage leiden immer mehr Menschen und vor allem auch Kinder an Eisenmangel, was zu Müdigkeit, aber auch zu Depression führen kann. Leider herrscht immer noch verbreitet die Meinung – wie auch schon beim Fett (Herzkrankheiten) und bei den Eiern (Cholesterin) – dass rotes Fleisch für das Herz ungesund ist und sogar Krebs fördern kann. Die Studien, welche diese Resultate bestätigen, sind mit Vorbehalt zu geniessen und sprechen lediglich von verarbeitetem Fleisch:

 

> Dr. Mercola: Processed Meats Declared Carcinogenic

> Fleisch, Krebs und die WHO: Ist Wurst das neue Rauchen?

 

 

 

5 Kommentare

  1. vielen dank für die bereitgestellten informationen und die erläuterungen der jeweiligen zusammenhänge! ich bin mir sicher, dass es vielen hilft, diese dinge zu kennen und zu verstehen und entsprechend handeln zu können.
    (:

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    • Herzlichen Dank für die wertvollen Ausführungen. Ihr Artikel hat mir allerdings Angst eingejagt, denn ich war mir nicht wirklich bewusst wie verheerend sich Dauerstress auf den menschlichen Körper auswirken kann. Werde das Problem anpacken müssen.

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      • Liebe Frau Imboden
        Es freut uns, dass Ihnen der Artikel gefallen hat und Sie Ihre Situation verändern möchten.
        Leider ist der negative Dauerstress heutzutage ein grosses Thema, auch bei Kindern. Es gibt verschiedene Strategien, aber meistens lässt er sich nicht so schnell beseitigen, wie man das gerne hätte, da das ganze Umfeld einen grossen Einfluss auf uns hat. Da wir aber die Welt nicht so formen können wie wir das gerne hätten, bleibt uns eigentlich in erster Linie nur eines übrig: uns zu verändern, d.h. Lifestyle inkl. Ernährung (widerstandsfähiger werden), und Wahrnehmung (gem. der bekannten Streitfrage: ist das Glas halb leer oder halb voll?).
        Letzteres gelingt uns am besten, wenn wir unsere Atmung beobachten während wir negative Gedanken hegen und uns dabei immer wieder hinterfragen, ob diese Gedanken/Reaktionen angemessen sind bzw. ob man bei gewissen Personen in derselben Situation nicht viel negativer reagiert als bei anderen (unterdrückte Emotionen?). Die typischen Situationen im Geschäft oder zu Hause sind heutzutage i.d.R. nicht lebensbedrohlich und trotzdem versetzen wir uns wegen Kleinigkeiten ständig in den fight-or-flight Modus indem wir flach atmen oder sogar den Atem anhalten. Das erzeugt eine unbewusste Anspannung/Verspannung die uns längerfristig sehr schaden kann (chronische Schmerzen?).
        Mit der Zeit lernt man loszulassen und gemäss dem altbekannten Rat auch wieder tief durchzuatmen.
        Wir wünschen Ihnen viel Erfolg
        Monica & Nadja

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    • Gern geschehen.
      Es freut uns, wenn wir mit unseren Ausführungen und Tipps einen Anstoss für positive Veränderungen geben können. Das motiviert uns in weitere Themen einzutauchen und darüber zu schreiben.

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  2. Vielen Dank für den sehr informativen Artikel! Beim Lesen wurde mir bewusst, wie viele Zusammenhänge es zwischen Körper Geist und Seele gibt – ein Uhrwerk welches sich gegenseitig bedingt! Schade das die Links und Videos in Englisch gehalten sind und mein Englisch nicht ausreichend und somit wiederum Stress beim übersetzten bringt!

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