Herbstzeit ist Kürbiszeit

Gepostet in Herbst Rezepte


Es gibt eine Vielzahl von Namen für den Kürbis. Auch ihr Einsatz ist vielfältig: so kann dieser roh, gekocht oder die nicht essbaren Sorten als Dekoration oder Zierkürbis verwendet werden. Aus dem aromatischen Fruchtfleisch der Speisekürbisse lassen sich leckere Gerichte wie Suppen und Aufläufe zaubern.

Man nennt sie „Mondgewächse“ und sie sind prall gefüllt mit Wasser (zu 97%!). Es heisst, sie seien vorrangig zuständig für die Krankheiten des Mondes der nach dem Glauben vieler Menschen Flüssigkeiten im Körper beherrscht (Blut, Lymphe, Schleim, Schweiss u.a.). Aus moderner wissenschaftlicher Untersuchungen bestätigt: Die „Behälter von Flüssigkeiten“ eignen sich ausgezeichnet als Anreger im Flüssigkeitsstoffwechsel. Sie sind harntreibend, stuhlregulierend, hautreinigend und blutdrucksenkend.

Die Mineralien kommen in ihnen zwar quasi nur verdünnt vor, aber sie liefern doch recht beachtliche Mengen davon, ausserdem Vitamin C und vor allem sehr viel Carotinoide, weshalb sie in den Listen der US-Krebsgesellschaften auch weit oben stehen bei der Empfehlung der „Nahrung für jeden Tag“! Das kalorienarme Kürbisfleisch liefert zudem sättigende Ballaststoffe.

Ihre Kerne sind eine gesunde und energiespendende Knabberalternative und toppen Suppen und Salate. Auch als Pesto verarbeitet auf einem Minestrone oder zu Fleisch ist Kürbis top.

Kürbis kann auch Pasta ersetzen. Der Spaghetti-Kürbis z.B. zerfällt, wenn er gekocht wird, und sein Fleisch erinnert dann an echte Spaghetti. Servieren Sie diese mit frischer, selbst gemachter Tomatensauce oder Basilikumpesto, so haben Sie eine gesunde, kohlenhydratarme Nudelalternative. Also eine Menge Gründe, um die Kürbis-Saison in vollen Zügen auszukosten. Auch als Gemüsebeilage eignet sich Kürbis ausgezeichnet.

Übrigens, Patisson, Salatgurke, Melone und Zucchini gehören auch zu den Kürbisgewächsen. Die fast blumenförmigen Patissons sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch zart im Fleisch und mild im Geschmack. Sie lassen sich vielseitig zubereiten und bei jungen Sorten gibt es wenig zu rüsten: Stiel- und Blütenansatz sowie Kerne entfernen. Schälen müssen Sie nur die reiferen Sorten mit einer festeren Schale, die beim Kochen nicht mehr ganz weich wird. Den Test machen Sie am besten mit dem Fingernagel: Lässt sich die Haut im rohen Zustand mit dem Daumennagel leicht einritzen, muss nicht geschält werden. Können Sie nur mit grossem Kraftaufwand wenig einritzen, schälen Sie Ihre Patissons besser. Gefüllte Patissons: Am besten Deckel der jungen Gemüsefrüchte wegschneiden, entkernen und in etwas Wasser oder im Steamer vorgaren. Mit Salz würzen und mit angebratenem und gewürztem Hackfleisch füllen. Im vorgeheizten Ofen bei grosser Hitze kurz fertiggaren. Auch in einer Ratatouille oder anderem Mischgemüse machen sich Patissonwürfel gut.

Lagerung: Angeschnittene Exemplare halten sich im Kühlschrank in Folie verpackt etwa zwei Tage. Unbeschädigte, ausgereifte Kürbisse lassen sich je nach Sorte wochen- oder monatelang aufbewahren, am besten an einem trockenen Standort bei etwa 12 °C, solange der Stielansatz nicht beschädigt ist (Kürbis sollte beim Tragen nicht am Stielansatz gehalten werden).

Kürbis-Maronen-Suppe

Vor- und Zubereitung: 40 Minuten / Maronen an- oder auftauen lassen

4 Personen

1.5 kg Kürbis

1 Schalotte

2 EL Olivenöl

200 g geschälte Maronen, tiefgekühlt

1 l Gemüsebrühe

Salz

1 Kürbis schälen, entkernen und Fruchtfleisch grob würfeln.

2 Schalotte grob hacken und im Olivenöl andünsten. Kürbiswürfel und Maronen mitdünsten. Brühe angiessen, aufkochen und alles weich garen. Pürieren und abschmecken.

Tipps

Am besten eignen sich Kürbisse mit Maronenaroma: Buttercup, Patidou, Sweet Mama, aber auch Delicata, Festival, Heart of Gold, Kamo Kamo, Rondini, Table Queen und Thelma Sawders Sweet Potato.

Eine Handvoll Kürbiskerne ohne Fettzugabe rösten und Suppe damit bestreuen.

Kürbissuppen können mit einem Schuss Kokosmilch verfeinern werden.

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