Kokosöl: Ein wahres Multitalent

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Kokosöl – oder manchmal auch Kokosfett genannt – galt jahrelang als ungesund, da es einen besonders hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren besitzt (über 90 %), was den Cholesterinspiegel steigern und somit Herzerkrankungen begünstigen soll. Das ist inzwischen in vielen wissenschaftlichen Publikationen hinterfragt und widerlegt worden.

Auf der anderen Seite mehren sich Berichte über die gesundheitsfördernden Eigenschaften des Fettes der tropischen Kokosnuss. Es hat sich rumgesprochen, dass Kokosöl zum Erhalt der Hirngesundheit besonders nützlich ist (Kokosöl-Story von Dr. Mary Newport), da die Ketone das Gehirn bei nachlassender Zuckerverwertbarkeit mit Energie versorgen. Die darin enthaltene Laurinsäure – macht fast 50 % der Fettsäuren aus – ist ebenfalls in der Muttermilch enthalten, was zeigt, dass sie offenbar wichtige biologische Funktionen hat. In Labor- und Tierexperimenten soll sie antibakteriell und antiviral wirken.

Seit einigen Jahren hat es nun in unserer Küche wieder seinen Platz gefunden. Kokosöl ist ein besonders hoch erhitzbares Pflanzenöl, ist leicht verdaulich und gut bekömmlich, hat eine lange Haltbarkeit und verleiht heimischen und exotischen Gerichten einen wunderbar leichten und dezenten Kokosgeschmack. Daher eignet es sich für die Zubereitung nahezu aller Gerichte und ist ideal zum Backen: Überall, wo sonst Butter im Backrezept steht, kann man Kokosöl 1:1 ersetzen. Sogar im Kaffee oder Tee schmeckt es super: Einfach einen Teelöffel Kokosöl in den heissen Kaffee oder Tee rühren.

Neben der Küche kommt es auch in der Kosmetik zum Einsatz. Hier ist Kokosöl vor allem zur Pflege der Haare beliebt. Durch die antibakterielle Wirkung kann es auch zur Herstellung von Natur-Kosmetika wie Hautcremes, Deos oder Zahnpasta verwendet werden. Das Ölziehen mit Kokosöl ist eine unkomplizierte Methode gegen Zahnfleischbluten und Mundgeruch, festigt lockere Zähne, verringert Zahnbelag, bekämpft Karies und lässt Zähne wieder weiss werden.

Die Qualität ist besonders entscheidend

Das Öl wird aus dem Nährgewebe der Kokosnuss (Kopra) gewonnen. Bei Raumtemperatur hat Kokosöl einen festen Aggregatzustand und eine weissliche Farbe. Es wird cremig knapp oberhalb von Zimmertemperatur. Bei Kokosöl ist es besonders entscheidend, auf die Qualität des Produktes zu achten, denn viele im Handel erhältliche Produkte sind industriell gehärtet (und werden daher auch bei hohen Aussentemperaturen nicht flüssig). Bei diesem Prozess entstehen aus den natürlichen Fettsäuren die sogenannten künstlichen Transfette, die Entzündungen fördern und sich schädigend auf unsere Blutgefässe auswirken. Möchte man also von den gesundheitsfördernden Wirkungen profitieren, sollte man unbedingt auf ein hochwertiges Öl zurückgreifen. Die Firma KokosPalme hat weitere Kriterien für gutes Kokosöl aufgelistet.

Beim Kauf von Kokosöl sollte man berücksichtigen, dass ein 500 ml-Glas über CHF 20 kostet. Es ist aber – wie andere hochwertige Naturprodukte oder gute Fette (z.B. Olivenöl extra vergine) – ihren Preis wert. Dazu kommt, dass die in der Küche benötigte Menge eher bescheiden ausfällt und man dank der langen Haltbarkeit grössere Behälter kaufen kann, was den Preis pro Liter wieder reduziert.

Die Lagerung

Kokosöl sollte nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden, weil es recht hart und somit unpraktisch zum Dosieren wird. Wenn es in der Küche länger offen bleibt, können sich zudem auf der Oberfläche kleine Risse und Wasser bilden und das Öl wird anfällig für Keime. Ein kühler, trockener Schrank ist ausreichend. Wichtig ist, dass man immer einen sauberen Löffel nimmt, um Portionen von einem bereits angebrochenen Glas zu entnehmen und dieses gleich wieder schliesst.

Bezugsquellen von einwandfreiem Kokosöl

  • Dr. Goerg: Der deutsche Hersteller von nativem Bio-Kokosöl produziert nach dem Virgin Coconut Oil Standard (VCO). Seine Produkte sind bei verschiedenen Online-Shops erhältlich. Wir haben die Firma KokosPalme in St. Gallen getestet und sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Unter Wissenswertes finden Sie einige interessante Links mit nützlichen Informationen zu Kokosöl.
  • Berner Ölmühle: Dieses Kokosöl wird aus bio-zertifizierten Kokosnüssen aus Sri Lanka hergestellt. Die Trocknung bei 45°C, sowie die Pressung bei max. 32°C, gewährleisten seine Rohkostqualität.
  • Marke „Rapunzel“ ist im Reformhaus erhältlich: Das native Kokosöl ist weder gebleicht noch desodoriert und entspricht daher dem Virgin Coconut Oil Standard.

Weitere Informationen zu Kokosöl oder deutschen Bezugsquellen von qualitativ hochstehenden Produkten finden Sie im Blog von Constantin Gonzalez paleosophie 2013 und paleosophie 2014 (inkl. leckeres Pancake-Rezept).

 

> KokosPalme: Einführung in Fette & Öle, Holzschneidebretter mit Kokosöl pflegen

> Dr. Mercola: Benefits of Coconut Oil Are Undeniable, Top 7 Foods to Boost Brainpower

> Kokoswasser ist viel mehr als ein erfrischender Drink: Kriterien für gutes Kokoswasser

 

1 Kommentar

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