Superfood: Sprossen ganz einfach selber ziehen

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Aus kleinen unscheinbaren Samen entwickeln sich lebensfrische Sprossen, welche uns mit einer hochwertigen Konzentration aus Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen und sekundären Pflanzenstoffen versorgen. Sie sind meist leichter verdaulich als die reifen Pflanzen und lassen sich von Körnern und Hülsenfrüchten bis zu Radieschen- und Brokkolisamen ziehen. Letztere sollen mit ihrer beeindruckenden Menge an krebsabwehrenden Substanzen eine Spitzenstellung unter den Sprossen einnehmen. Offensichtlich besitzen sie 50 Mal mehr Sulforaphan als Brokkoligemüse.

Anwendungsmöglichkeiten

Die kleinen Kraftpakete können in der kalten und warmen Küche eingesetzt werden. Sie bereichern Suppen (warme oder kalte wie Gazpacho, Karotten-Gazpacho, Apfel-Jungspinat-Suppe, Salate (z.B. Avocado-Forellen-Salat), grüne Smoothies, Omeletten, Dips, Gemüse- und viele andere Gerichte wie Pfifferling-Rührei, Frühlingszwiebel-Karotten-Omelette und Crevetten-Salat Asian Style. Viele weitere Gerichte finden Sie in unsere Büchern “KOCHEN NACH PALEO” und “PALEO NACH JAHRESZEITEN“. Und das Beste an diesem Superfood ist, dass man ihn das ganze Jahr über in den eigenen vier Wänden selber ziehen kann.

Frischer geht es nicht mehr

Wenn wir im Supermarkt Obst und Gemüse kaufen, dann ist dieses bereits etliche Tage alt. Mit jedem Tag verlieren sie an Vitalität und damit an Qualität. Sprossen sind einer hervorragende Alternative. Sie lassen sich einfach, schnell und raumsparend ziehen. Auch sind sie preiswert und ergiebig. Alles was Sie dazu brauchen ist Licht, Luft und Wasser. Für Einsteiger bieten sich vor allem Samen von Kresse und Alfalfa an, denn diese können mit den vorrätigen Utensilien im Haushalt gezogen werden.

Sprossenherstellung

Alfalfa: Nehmen Sie eine nicht zu grosse Menge – z.B. 2 gestrichene Esslöffel voll – Samen, spülen Sie diese 2 bis 3 Mal täglich mit frischem Wasser in einem Sieb (am Anfang reicht ein sehr kleines Sieb, es sollte aber unbedingt engmaschig sein) oder Mulltuch durch. Das Wasser vollständig ablaufen lassen und auf eine längliche Servierschale ein wenig ausbreiten (keine Zwischenräume lassen). Alternativ können Sie es auch im Sieb belassen. Ans Licht (nicht an die pralle Sonne) stellen. Wenn die Samen grösser werden – also schon nach 2 bis 3 Tagen – können Sie kaltes Wasser direkt in die Schale geben und die Samen kurz ziehen lassen. Anschliessend in einem grösseren Sieb abseihen. Nach 5 bis 7 Tagen sind sie zum Rohverzehr geeignet.

Inzwischen bietet der Markt viele verschiedene Sprossengeräte an. Hygienischer und erfolgsversprechender als gewisse Kunststoffkeimgeräte sind Keimgläser. Dazu können Sie leere Honiggläser umfunktionieren. Sie geben grössere Samen ins Glas, decken sie mit kaltem Wasser zu und schwenken es. Dann bohren Sie Löcher in den Deckel, verschliessen das Glas wieder, seihen das Wasser ab und stellen es umgedreht in die Spüle.

Wie kann man Sprossen lagern?

Sprossen sind kein Lagergemüse. Nur frisch sehen sie richtig schön knackig aus und schmecken auch so. Bei zu langer Lagerung trocknen sie leicht aus, verlieren an Geschmack und an ernährungsphysiologisch wertvollen Inhaltsstoffen. Erntefrische Sprossen kann man aber gut eine Woche im Kühlschrank aufbewahren. Idealerweise bedeckt man das Gefäss mit einem feuchten Tuch, um das Austrocknen zu vermeiden und trotzdem Luftaustausch zuzulassen.

 

Weitere Informationen dazu finden Sie im “Zentrum der Gesundheit

Dr. Mercola: Swapping Lettuce for Sprouts and Microgreens Can Help You Meet Several Daily Vitamin Requirements, Broccoli Compound Lowers Risk of Obesity and Helps Treat Diabetes

 

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